28.05.2014 / komba gewerkschaft

komba gewerkschaft mahnt zur Vorsicht bei einer Ausweitung des Bundesfreiwilligendienstes

komba zum Bundesfreiwilligendienst:  Vorsicht bei einer Ausweitung - keine dauerhafte Lösung bei sozialer Daseinsfürsorge (Bild: © Gerd Altmann / pixelio.de, bearbeitet)
Bild: © Gerd Altmann / pixelio.de (bearbeitet)

Keine dauerhafte Lösung bei sozialer Daseinsfürsorge

Berlin, 28. Mai 2014. In den letzten drei Jahren hat sich der Bundesfreiwilligendienst bewährt. Aus kommunaler Sicht ist er ein Erfolgsmodell, das bei Städten und Gemeinden auf große Akzeptanz stößt. „Dabei darf der Bundesfreiwilligendienst aber nicht zu einer dauerhaften Lösung werden, mit der die Kommunen ihre soziale Daseinsfürsorge stemmen“, mahnt Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender der komba gewerkschaft, Fachgewerkschaft für den kommunalen Dienst im dbb beamtenbund und tarifunion.

Aus Sicht des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB) müssten deutlich mehr Stellen für den Bundesfreiwilligendienst bereitgestellt und mit einer bedarfsgerechten sowie dauerhaften Finanzierung ausgestattet werden. Im Jahresdurchschnitt sind rund 35.000 Personen dauerhaft im Freiwilligendienst engagiert. Um der wachsenden Bedeutung des Dienstes Rechnung zu tragen, so der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Jugend und Gesundheit des DStGB und Erster Beigeordneter, Heinz Eschbach, kürzlich in einer Pressemeldung, müsse sich der Freiwilligendienst als ein wichtiges zivilgesellschaftliches Instrument etablieren, anstatt durch die bestehende Kontingentierung ausgebremst zu werden.

Die komba gewerkschaft sieht das etwas differenzierter: „Zwar begrüßen wir ebenfalls das ehrenamtliche Engagement als wichtiges Instrument der sozialen Infrastruktur auf kommunaler Ebene, jedoch darf dies am Ende nicht dazu führen, dass in Kindertageseinrichtungen, Senioren- und Pflegeheimen oder im Rettungsdienst durch den Einsatz von Freiwilligen reguläre Arbeitsplätze verdrängt werden. Die Kommunen sind nach wie vor in der Pflicht, dauerhafte Stellen für entsprechend qualifiziertes Personal zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass eine Personalentwicklung stattfindet, die langfristig den demografischen Wandel auffangen kann und zudem nicht einem ständigen Personalwechsel unterliegt. Der Freiwilligendienst kann dabei eine zusätzliche, aber nicht ersetzende Option sein“, so Silberbach. Eine Ausweitung des Dienstes berge die Gefahr, die Städte und Gemeinden zunehmend dazu zu verleiten, die derzeitigen Herausforderungen besonders in den Bereichen Erziehung, Bildung und Gesundheit zu verdrängen und zu verschieben.

Pressemitteilung der komba gewerkschaft vom 28. Mai 2014 "komba gewerkschaft mahnt zur Vorsicht bei einer Ausweitung des Bundesfreiwilligendienstes" als pdf-Dokument zum Donwloaden

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